Akkordsymbole

Auch genannt Akkordbezeichnungen oder Akkordkürzel

Ein Akkordsymbol benennt einen Akkord mit wenigen Zeichen: Grundton, Qualität wie m, 7 oder maj7 und manchmal ein Schrägstrich mit Basston. Cmaj7 ist C–E–G–H; C/E ist ein C-Akkord mit E im Bass.

Wie liest man ein Akkordsymbol?

Jedes Symbol ist gleich aufgebaut, und du liest es von links nach rechts. Zuerst kommt der Grundton, ein Buchstabe von A bis G, mit ♭ oder ♯, wenn er eines braucht. Dann die Qualität, die festlegt, welche Töne über dem Grundton liegen: ohne Zusatz heißt er Dur, m heißt Moll, 7 fügt eine kleine Septime hinzu und maj7 eine große. Zuletzt folgen optional ein Schrägstrich und der tiefste Ton. Bm7♭5 liest sich also als B, Moll, Septime, verminderte Quinte.

Derselbe Grundton, vier Qualitäten: C, Cm, C7 und Cmaj7. Nur die Töne über dem C ändern sich.
SymbolNameTöne auf C
CDurC E G
CmMollC E♭ G
CdimvermindertC E♭ G♭
CaugübermäßigC E G♯
Csus2Sekundvorhalt (sus2)C D G
Csus4Quartvorhalt (sus4)C F G
C6Dur-SexteC E G A
Cm6Moll-SexteC E♭ G A
C7DominantseptakkordC E G B♭
Cmaj7große Septime (Dur-Septakkord)C E G B
Cm7Moll-SeptakkordC E♭ G B♭
Cm7♭5Moll-Septakkord mit verminderter Quinte (halbvermindert)C E♭ G♭ B♭

Das Symbol benennt den Akkord; es sagt nicht, wie du ihn spielen sollst. Oktavlage, Reihenfolge der Töne und welche Hand welche Töne übernimmt, entscheidest du selbst – außer ein Schrägstrich legt den tiefsten Ton fest (siehe unten). Auch die Töne sind nicht starr: Beim Septakkord lässt man oft die Quinte weg.

Was bedeutet der Schrägstrich in einem Akkordsymbol?

Ein Schrägstrich hängt einen zweiten Buchstaben an: Der Buchstabe davor ist der Akkord, der Buchstabe dahinter ist der tiefste Ton. C/E ist ein C-Akkord mit E im Bass; die Töne bleiben also C, E und G, nur liegt E ganz unten. Bei C/G ist der Bass G. Liegt der Basston nicht im Akkord, wie bei C/D, handelt es sich nicht um eine Umkehrung, sondern um einen anderen Bass unter demselben Akkord.

C, C/E und C/G: jedes Mal dieselben drei Töne, mit C, dann E, dann G ganz unten.

Worin unterscheidet sich ein Akkordsymbol von einer römischen Ziffer?

Ein Symbol benennt die Töne eines einzelnen Akkords und sagt nichts über die Tonart. Eine römische Ziffer benennt die Stelle des Akkords in einer Tonart und sagt erst, welche Töne es sind, wenn man die Tonart kennt. G7 ist immer G–H–D–F, während V7 in C-Dur G7 ist, in G-Dur D7 und in B-Dur F7. Leadsheets drucken Symbole, weil die Spielerin die Töne braucht; Analysen drucken Ziffern, weil die Analytikerin die Funktion sehen will. In einer Pop- oder Jazzanalyse ist eine einfache 6 hinter einer Ziffer (I6) ein Sextakkord, keine Umkehrung; die hochgestellte ⁶ der klassischen Bezifferung (I⁶) dagegen ist die Umkehrung.

StufeIn C-DurIn G-DurIn B-Dur
ICGB♭
ii7Dm7Am7Cm7
IVFCE♭
V7G7D7F7
viAmEmGm

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Cm7 und Cmaj7?

Cm7 ist C–E♭–G–B: ein Moll-Dreiklang mit kleiner Septime. Cmaj7 ist C–E–G–H: ein Dur-Dreiklang mit großer Septime. Das m in Cm7 bezieht sich auf die Terz, das maj auf die Septime.

Wie spielt man ein Akkordsymbol auf dem Klavier?

Baue den Akkord aus Grundton und Qualität auf und spiele diese Töne zusammen. Am7 sind A, C, E und G. Üblich ist der Grundton in der linken Hand und der Rest in der rechten, doch das Symbol überlässt dir diese Entscheidung.

Verrät ein Akkordsymbol die Tonart?

Nein. Am7 sind dieselben vier Töne, ob das Stück in C-Dur, G-Dur oder a-Moll steht. Die Tonart ergibt sich aus den Akkorden drumherum – dafür gibt es die römischen Ziffern.